Endspurt beim Klimaschutz-Sofortprogramm: Jetzt Augenmaß nicht verlieren!

Berlin, 22.06.2022. Vor der parlamentarischen Sommerpause sollen Gesetzesnovellen des Klimaschutz-Sofortprogramms 2022 der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden. „Jetzt nicht das Augenmaß verlieren, um technologieoffen und kreativ die sich uns stellenden Herausforderungen zu meistern: Mehr Wohnraum schaffen. Energiefragen lösen. Jetzt ist die Zeit mutig voranzugehen“, fordert BFW-Präsident Dirk Salewski.

„Allein durch Verschärfungen der gesetzlichen Anforderungen im Neubau wird weder schnell noch rechtzeitig das gewünschte Ergebnis im Klimaschutz erzielt. Denn immer dickere Dämmung von Fassaden bedeutet immer mehr Materialeinsatz und immer höhere Kosten, ohne namhafte Energieeinsparungen. Wir müssen weg von dieser Dämm-Olympiade und hin zu cleveren Lösungen bei Energieversorgung, -erzeugung und -verbrauch. Hier liegt die Chance für echten Fortschritt“, so Salewski.

„Auch brauchen wir keine Solardachpflicht. Eine echte und umfassende Liberalisierung des Mieterstroms bietet die Möglichkeit, Anreize zu schaffen und Fortschritt zu erreichen. Die steuerlichen Rahmenbedingungen für den Mieterstrom müssen angepasst werden, damit Wohnungsunternehmen unbürokratisch Strom produzieren und verkaufen können. Das bringt den Schub, den es braucht“, fordert der BFW-Präsident.

„Maß und Mitte sind gefragt. Und nicht Anforderungen, die an der Realität vorbeigehen. Wir brauchen Freiräume, um Potenziale zu entfalten, zumal gerade jetzt weder die benötigten Materialien noch die erforderlichen Fachkräfte verfügbar sind“, betont Salewski.

 

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

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