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ONLINESEMINAR: „Störungen im Bauablauf – Wie die Beteiligten damit umgehen sollten (inkl. Entschädigungsanspruch gemäß § 642 BGB)

21. Februar um 9:00 17:00

Heute ist nahezu jeder Bauablauf gestört; darüber herrscht Einigkeit. Diese Einigkeit fehlt allerdings regelmäßig bei der Beurteilung, wer Störungen im Bauablauf zu vertreten hat und wie sich diese konkret ausgewirkt haben. Die Analyse gestörter Bauabläufe ist deshalb normalerweise dem baubetrieblichen Gutachter vorbehalten. In diesem Seminar soll jedoch eine Analysemethodik vorgestellt werden, die angewendet werden kann, um gestörte Bauabläufe konkret zu analysieren. Auch wenn diese Analyse nicht baubegleitend von den Beteiligten selbst ausgeführt werden kann, so soll durch dieses Seminar das Fachwissen aufgefrischt werden, wie ein Bauablauf zu dokumentieren ist und wie auf Störungen im Bauablauf reagiert werden kann. Für Auftragnehmer ist es immens wichtig, einen gestörten Bauablauf substantiiert nachweisen zu können, um Ansprüche zu sichern und durchzusetzen. Für Auftraggeber ist es andererseits wichtig, solche Forderungen von Auftragnehmern sachlich prüfen zu können. Nachdem der gestörte Bauablauf analysiert wurde, ist die Mehrkostenbewertung erforderlich. Hier wird insbesondere der Entschädigungsanspruch gemäß § 642 BGB unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung aus baubetrieblicher Sicht erläutert.

Themen

1.    Zur Nachweisführung eines gestörten Bauablaufs

  • Der unsubstantiierte Nachtrag
  • Rechtliche Anforderungen an den Nachweis
  • Baubetriebliche Methoden der Nachweisführung

2.    Vertragliches Bausoll: Geplanter Bauablauf 0

3.    Konstruktive Nachtragsleistungen: Geänderter Bauablauf 1

4.    Bauablaufstörungen: Gestörter Bauablauf 2

5.    Beschleunigungsmaßnahmen: Beschleunigter Bauablauf 3

6.    Tatsächliche Bauausführung: Tatsächlicher Ist-Bauablauf 4

7.    Die terminlichen Folgen gestörter Bauabläufe: Bauzeitänderungen

8.    Die kostenmäßigen Folgen gestörter Bauabläufe: Mehrkosten

  • Leerkosten von Personen und Geräten während des gestörten Bauablaufs
  • Anspruchsgrundlagen unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung:
    • § 6 Abs. 6 VOB/B: Schadensersatzanspruch
    • § 642 BGB: Entschädigungsanspruch
    • § 2 Abs. 5 VOB/B: geänderte Vergütung
  • Beschleunigungskosten von Personen und Geräten
    während des beschleunigten Bauablaufs
  • Lohn- und Stoffpreisänderung während der Bauzeitverlängerung
  • Baustellengemeinkosten während der Bauzeitverlängerung
  • Allgemeine Geschäftskosten während der Bauzeitverlängerung
  • Zusammenstellung der Mehrkosten als Entschädigungsanspruch
  • Alternative Bewertung auf Grundlage des
    geänderten, gestörten, beschleunigten und tatsächlichen Personaleinsatzes

9.    Vereinfachte Anwendungsbeispiele für die Praxis

  • Mehrkostenberechnung bei Stillstand
  • Mehrkostenberechnung bei Leistungsminderung durch Behinderung
  • Mehrkostenberechnung bei Bauzeitverlängerung
  • Mehrkostenberechnung durch Beschleunigung

10.  Streitlösung am Bau

  • Wirtschaftsmediation, Schlichtung, Adjudikation, Schiedsgutachten und Schiedsgericht


Referent: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank A. Bötzkes, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bauablaufstörungen (von der Ingenieurkammer Niedersachsen), Inhaber Baubetriebliches Ingenieurbüro Bötzkes, Braunschweig

Die Seminare werden per GoToMeeting durchgeführt.



Teilnahmeentgelt:

Für BFW-Mitglieder:     169,00 € zzgl. 19% MwSt.

Für Nichtmitglieder:     229,00 € zzgl. 19% MwSt.

Dieses Seminar wird gemäß inhaltlichen Anforderungen zertifiziert nach §34c GewO.

>> Anmeldung zum Onlineseminar