Neue KFW-Förderung unattraktiv und am Ziel vorbei

Berlin, 06.04.2021. Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisiert die Wiederaufnahme des Programms der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) als unattraktiv und nicht zielführend. Die Wiederaufnahme des Förderprogramms war überfällig, ambitionierter Klimaschutz kann uns nur mit auskömmlicher Förderung gelingen. Halbierte Fördersätze und Förderung ausschließlich als Kreditvariante sind bei den steigenden Produktions- und Materialkosten aber unattraktiv“, erklärte BFW-Präsident Andreas Ibel in Berlin.

 „Unser aller Ziel mehr Wohnraum zu schaffen, klimafreundlich und bezahlbar, wird dadurch nicht erreicht. Projektentwickler und Bauträger benötigen für Bauprojekte verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Kalkulationen sind in der aktuellen Situation bei steigenden Zinsen auf dem Kapitalmarkt und explodierenden Baumaterialkosten äußerst schwierig“, betonte Ibel.

„Flexibilität und Spielräume bei den Baukostenberechnungen werden durch eine starre Kreditvariante bei der Förderung nicht gewährt und sogar erheblich erschwert. Im derzeitigen Umfeld ist das nicht zielführend. Damit wird die Förderung – ohnehin schon durch die Halbierung der Fördersätze und mit 1 Milliarde Euro im Fördertopf nicht üppig ausgestattet – unattraktiv“, erklärte Ibel.

„Was wir jetzt benötigen sind flexible Förderung und verlässliche Rahmenbedingungen. Was wir nicht brauchen sind neue Hürden und Förderprogramme, die Preissprünge bei Baukosten und das volatile Zinsumfeld nicht berücksichtigen“, sagte der BFW Präsident.

 

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.

Teilen Sie diesen Beitrag: