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Nachtragsmanagement – Nachweis und Prüfung aus baubetrieblicher Sicht!

29. August um 9:30 - 17:00 Uhr

Foto:geralt_Pixabay.de

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Was erwartet Sie?

Die Geltendmachung von Nachtragsforderungen ist heute üblich, da es immer wieder zu erforderlichen Änderungen oder zusätzlichen Leistungen bei der Ausführung kommt, die bei der Ausschreibung nicht bekannt waren. Da die Nachtrags­forderungen nach Vertragsabschluss außerhalb des Wettbewerbs geltend gemacht werden, hat die VOB/B das Prinzip der Preisfortschreibung „Guter Preis bleibt guter Preis, schlechter Preis bleibt schlechter Preis“ entwickelt. Mit dem neuen Bauvertragsrecht, welches ab dem 01.01.2018 gemäß BGB anzuwenden ist, wurde das einseitige Anordnungsrechts des Auftraggebers, welches es bisher nicht im BGB, sondern nur in der VOB/B gab, eingeführt. Als Folge dieses Anordnungsrechtes wurde dann im BGB auch die Vergütung dieser Nachtrags­leistungen geregelt. Darin ist die Vergütung mit der Formulierung „tatsächlich erforderliche Kosten“ vorgegeben worden, welche grundsätzlich anders ist als die Preisfortschreibung gemäß VOB/B. Weiterhin wird aus baubetrieblicher Sicht erläutert, wie Vergütungsanpassungen bei Mengenabweichungen und ein Gemeinkostenausgleich zu berechnen sind. Schließlich wird aus baubetrieblicher Sicht erläutert, wie die Eskalation des Bauvertrages, die Kündigung, abzurechnen ist.

Der Inhalt

  1. Baurechtliche Grundlagen
    a. VOB und BGB
    b. Nachweis- und Prüfungspflichten

  2. Grundsätze der Kalkulation
  3. Vergütungsanpassungen
    a. § 1 Abs. 3 und 4 VOB/B: Leistungsbestimmungsrecht des Auftraggebers
    b. § 2 Abs. 5 VOB/B: Grundsätze der Preisfortschreibung bei geänderten Leistungen
    c. Lohn- und Stoffpreisänderung durch Bauzeitverschiebung
    d. § 2 Abs. 6 VOB/B: Besondere Vergütung für zusätzliche Leistungen
    e. Praxisbeispiele
  4. Vergütungsanpassungen gemäß neuem Bauvertragsrecht im BGB ab 2018
    a. § 650a BGB: Bauvertrag
    b. § 650b BGB: Änderung des Vertrags; Anordnungsrecht des Bestellers
    c. § 650c BGB: Vergütungsanpassung bei Anordnungen
    d. ortsübliche und angemessen Vergütung gemäß § 632 BGB
    e. tatsächliche Kosten
    f. tatsächlich erforderliche Kosten gemäß § 650c BGB
  5. Mengenänderungen und Gemeinkostenausgleich
    a. § 2 Abs. 3 VOB/B: Mengenänderungen
    b. projektbezogener Gemeinkostenausgleich
  6. Teilkündigungen und Gesamtkündigungen
    a. § 2 Abs. 4 VOB/B: Selbstübernahmen durch den Auftraggeber
    b. § 6 Abs. 7 VOB/B: Kündigung bei 3-monatiger Unterbrechung
    c. § 8 Abs. 1 VOB/B: Freie Kündigung durch den Auftraggeber
    d. § 8 Abs. 3, 4 und 5 VOB/B: Kündigung durch den Auftraggeber aus wichtigem Grund
    e. § 9 VOB/B: Kündigung durch den Auftragnehmer
  7. Sonderfälle im Nachtragsmanagement
    a. § 2 Abs. 7 VOB/B: Pauschalpreise
    b. § 2 Abs. 8 VOB/B: Leistungen ohne Auftrag
    c. § 2 Abs. 9 VOB/B: Planungsleistungen
    d. § 2 Abs. 10 VOB/B: Stundenlohnarbeiten
  8. Streitlösung am Bau
    Wirtschaftsmediation, Schlichtung, Adjudikation, Schiedsgutachten und Schiedsgericht

Unsere Teilnehmer

Bauherrenvertreter, Architekten und Ingenieure, welche Bau­überwachung oder Projektsteuerung durchführen

 

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank A. Bötzkes, Baubetriebliches Ingenieurbüro Bötzkes, Braunschweig

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank A. Bötzkes,
Baubetriebliches Ingenieurbüro Bötzkes,
Braunschweig

Herr Bötzkes ist von der Ingenieurkammer Niedersachsen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bauablaufstörungen und Inhaber des Unternehmens: Baubetriebliches Ingenieurbüro Bötzkes (BIB) in Braunschweig. Für die am Bau Beteiligten erstattet er Privat-, Schieds- und Gerichtsgutachten zu Bauablaufstörungen, Nachtragsmanagement, verzögerter Vergabe, Terminplanung und Kündigungsabrechnung. Darüber hinaus leitet er als Dozent Fachseminare für Bauindustrieverbände, Ingenieurkammern, öffentliche Bauverwaltungen sowie Bauunternehmen und ist Fachautor baubetrieblicher Veröffentlichungen. Schließlich wurde der Sachverständige als Streitlöser durch den Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Baurecht e. V. sowie durch die Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e. V. in die Streitlöserlisten für Schlichtung, Adjudikation, Schiedsgericht und Schiedsgutachtenverfahren aufgenommen.

 

 

 

 

 

Teilnahmeentgelt

für BFW-Mitglieder:               199,- € + 19% MwSt.
für Nichtmitglieder/Gäste      259,- € + 19% MwSt.
inkl. Tagungsunterlagen per PDF, Tagungsgetränke und
Mittagessen (außer Getränk), Zertifikat

Sie möchten dabei sein?

Bitte füllen Sie diese Anmeldung zum Seminar "Nachtragsmanagement – Nachweis und Prüfung aus baubetrieblicher Sicht“ aus und senden Sie diese per Mail, Fax oder postalisch an den BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V. zurück pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen

Anmeldeschluss ist der 14.08.2019

 

Details

Datum:
29. August
Zeit:
9:30 - 17:00 Uhr
Kategorien:

Veranstalter

BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V.
Telefon:
0351-563 87 435
Fax:
0351-563 87 437
E-Mail:
Webseite:
www.bfw-mitteldeutschland.de

Veranstaltungsort

Airport Hotel Erfurt
Binderslebener Landstraße 100
99092 Erfurt, Thüringen Deutschland
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